Willst nur wieder Süsses schlecken,
hier unterm Kirschbaum;
viele Früchte in den Mund stecken
bis die Lippen blau.

(© Hanna Schnyders)

August Gedichte

Reime, Verse und kurze Sprüche für Kinder und Erwachsene

Der Spätsommer, auch Altweibersommer genannt, hat seine eigene Kraft und Poesie. Hier erhalten Sie schöne Sommer- und Augustgedichte. Moderne wie klassische bekannte Reime, Verse und Sprüche, die vom Monat August erzählen.

August

Die Sonnenblumen, gross, gelb und braun
und Buschrosen blühn zum zweiten Mal.
Es rauscht im schönen Lindenbaum
durch Blätter, macht sie fahl.

Noch webt sich Hitze in die Zeit.
Geduld braucht, was gut werden will.
Vergänglichkeit macht sich bereit
und im Garten wird es langsam still.

Die Ernte ist in vollem Gang.
Silbern spinnen sich die Spinnen
mit dem Altweibergesang
ein kleines Stück nach innen.

(© Monika Minder)



Naturfoto mit rotem Klatschmohn in Wiese

© Bild gedichte-sommer-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos genutzt werden. Z.B. für eine Karte. > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Das Leben wartet darauf, dass wir lernen zu lieben, auch im Gehen lassen.

(© Monika Minder)

Witziger kurzer August-Reim

Der August ist ein heisser Kerl

Der August ist ein heisser Kerl,
er will es nochmals wissen.
Er heizt sich auf, das hat er gern,
dann will er sich verpissen.

(© M.B. Hermann)

Schönes Spätsommer-Gedicht

August

Letzte lange Sommergräser
wehen sacht im Wind.
Bald scheiden sie unter dem Mäher
und von vorne alles beginnt.

Es hebt die Geduld die Reife hoch
und bringt die Süsse in die Beeren.
Die heisse Zeit lacht noch,
doch alles hat seine Schwere.

(© Hanna Schnyders)



Naturfoto mit einem Busch voller Margeriten im roten Abendlicht

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Im August

Die ersten Äpfel fallen von den Bäumen,
die Sonne jagt sich durch das Flimmern.
Still ist's noch in vielen Räumen.
Ein Weilchen draussen weilen,
weilen mit den Sinnen.

(© H.S. Sam)

Klatschmohn in den Wiesen

Rot klatscht der Klatschmohn in den Wiesen.
Der Duft von Jasmin säuselt in Nasen.
Träume werden wahrsagen bevor wir niesen.
Es fehlt überall an Vasen.

(© Monika Minder)

Bekannte & klassische gemeinfreie

August & Sommer-Gedichte

Oh wonnigliche Reiselust

O wonnigliche Reiselust,
an dich gedenk ich früh und spat!
Der Sommer naht, der Sommer naht,
Mai, Juni, Juli und August,
da quillt empor,
da schwillt empor
das Herz in jeder Brust.

Ein Tor, wer immer stille steht,
drum Lebewohl und reisen wir!
Ich lobe mir, ich lobe mir
die Liebe, die auf Reisen geht!
Drum säume nicht und träume nicht,
wer meinen Wink versteht.

(August von Platen-Hallermünde, 1796-1835, deutscher Dichter, Dramatiker, Theaterschriftsteller)

Das sind die schwülen Sommernächte

Das sind die schwülen Sommernächte,
Die fieberheiß die Stirn umweh'n,
Da wie gefesselte Giganten
Die Bäume rings im Kreise steh'n.

Der Nachtwind lockt aus jeder Blüthe
Die Seele buhlerisch hervor
Und trägt auf seinen trunk'nen Armen
Den willenlosen Duft empor.

Die Sterne zucken dort und flimmern,
Als trübten Thränen ihren Schein,
Das Bächlein schluchzt und will nicht wandern,
Es hält sich fest an jeden Stein.

Und durch die athemlose Stille
Ein wunderbares Klingen zieht,
Ein Sang, aus Leid und Lust gewoben,
Ein zitternd süßes Liebeslied.

(Anna Ritter, 1865-1921, deutsche Dichterin und Schriftstellerin)

Sommer

Am Abend schweigt die Klage
Des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

Schwarzes Gewitter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
Erstirbt im Feld.

Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.

Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand
Löschte sie aus.

Windstille, sternlose Nacht.

(Georg Trakl, 1887-1914, österreichischer frühexpressionistischer Dichter und Lyriker)

Hundstage

Ich will Deiner schweifenden Augen Ziel wissen
Und Deiner flatternden Lippen Begehr,
Denn so ertrag' ich das Leben nicht mehr,
Von der Tollwut der Zweifel zerbissen.

. . .  Wie friedvoll die Malvenblüten starben
Unter süssen Himmeln der Lenznacht -
Ich war noch ein Kind, als sie starben.

Hab' so still in der Seele Gottes geruht -
Möcht' mich nun in rasendes Meer stürzen
Von schreiendem Herzblut!

(Else Lasker-Schüler, 1869-1945, deutsche Dichterin)

Atemloser August

Sommermonde machen Stroh aus Erde,
Die Kastanienblätter wurden ungeheuer von Gebärde,
Und die kühnen Bäume stehen nicht mehr auf dem Boden,
Drehen sich in Lüften her gleich den grünen Drachen.
Blumen nahen sich mit großen Köpfen und scharlachen,
Blau und grün und gelb ist das Gartenbeet, hell zum Greifen,
Als ob grell mit Pfauenschweifen ein Komet vorüberweht.
Und mein Blut, das atemlos bei den sieben Farbenstreifen stille steht,
Fragt sich: wenn die Blum', Baum und Felder sich verschieben,
Ob zwei Menschen, wenn die Welt vergeht,
Zweie, die sich lieben, nicht von allen Wundern übrig blieben.

(Max Dauthendey, 1867-1918, deutscher Dichter und Maler)

Schwebende Zukunft

Habt ihr einen Kummer in der Brust
Anfang August,
Seht euch einmal bewußt
An, was wir als Kinder übersahn.

Da schickt der Löwenzahn
Seinen Samen fort in die Luft.
Der ist so leicht wie Duft
Und sinnreich rund umgeben
Von Faserstrahlen, zart wie Spinneweben.

Und er reist hoch über euer Dach,
Von Winden, schon vom Hauch gepustet.
Wenn einer von euch hustet,
Wirkt das auf ihn wie Krach,
Und er entweicht.

Luftglücklich leicht.
Wird sich sanft wo in Erde betten.
Und im Nächstjahr stehn
Dort die fetten, goldigen Rosetten,
Kuhblumen, die wir als Kind übersehn.

Zartheit und Freimut lenken
Wieder später deren Samen Fahrt.
Flöge doch unser aller Zukunftsdenken
So frei aus und so zart.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

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August-Gedichte für Kinder

Witzig und nachdenklich, kurz und lang, hier erhalten Sie schöne Sommer- und Augustgedichte für grosse und kleine Kids.

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Guten Zitate kann man immer brauchen. Sommer und Winter. Auf dieser Seite erhalten Sie inspirierende Gedanken aus verschiedenen Kulturen und Epochen.

August (Monat) Wikipedia

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